Direkt zum Hauptbereich

Perikles und die "Neue Mitte" Burlo


Von Perikles (490-429 v. Chr.) soll das Zitat stammen: "Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger."

Wie ist demnach eine Stadtverwaltung zu beurteilen,  die an ihren eigenen "Dingen", z.B. der Entwicklung (DIEK) der "Neuen Mitte" in Burlo, keinen Anteil nimmt?

Wie die für den Stadtteil gewählten Stadtverordneten?

In der Sitzung des Ausschusses für Planen und Bauen vom 5.5.2021 teilte der technische Beigeordnete Jürgen Kuhlmann auf Anfrage der SPD mit,

dass der Bau der „Neuen Mitte“ in Burlo nun voraussichtlich im Juli starten solle. Auf rund 3.100 Quadratmeter großer Fläche an zentraler Stelle an der Borkener Straße sei ein dreiteiliger Gebäudekomplex mit Tiefgarage vorgesehen. Geplant seien 21 Wohnungen sowie eine Bäckerei, ein Eis-Café und eine Tagespflege-Einrichtung. Das Investitionsvolumen betrage sechs Millionen Euro. Der Bauantrag liege seit Dezember 2020 der Baugenehmigungsbehörde vor. Die Akte sei durchgeprüft, und bis auf die abschließende Stellungnahme der Heimaufsicht, die auf die Abstimmungsbescheinigung des Landschaftsverbands bezüglich der Tagespflege warte, liegen alle Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange positiv vor. Die Unterlagen für die Abstimmungsbescheinigung seien erst im März eingereicht worden. Neben den allgemeinen Bauantragsunterlagen musste auch ein Einrichtungs- und Pflegekonzept des Trägers beigebracht werden. Für die Erteilung der Baugenehmigung sei noch zwingend die Baulast für die Erschließung der geplanten Tiefgarage über das Grundstück der Assyrischen Kirche erforderlich.

Damit scheint für die Stadtvorderen das Thema erledigt zu sein. Jüngere Vermerke in den Protokollen des Bauausschusses über die "Neue Mitte" finden sich nicht.

Müsste die Stadt nicht längst über einen Rückkauf der Fläche an der Borkener Straße nachdenken?

Wie lange müssen die Burloer den Stillstand mit dem größten Sandkasten der Stadt, wie ein Kommentator des Mäckafritze mutmaßt, noch ertragen?

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Karlheinz, das Schwein und der Wolf

MdB Karlheinz Busen aus Gronau will für die FDP wieder in den Bundestag. Unternehmer und Jäger Busen ist dort bisher im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft tätig.  Bekannt ist Busen dafür, dass der Wolf nicht gerade sein Busen-Freund ist. Von seinen 13 bisher im Bundestag gehaltenen Reden, beschäftigten sich alleine drei mit dem Wolf. Dem will der Karlheinz nämlich den Garaus machen. Sein kostengünstiger Vorschlag dazu, den er freimütig auch im Bundestag verkündet:  Eine Kugel für 2,50 Euro. Jetzt hat sich Busen auf einer Landwirte- Wahlveranstaltung in Ahaus-Wüllen als Schweinemissversteher geoutet.  Zum Erstaunen der Anwesenden verkündete er mutig: "Massentierhaltung gibt es für mich nicht. Dem Tier ist es egal, ob da zehn oder 1000 stehen.“ (BZ) Da fragt man sich doch: Woher weiß der Karlheinz das so genau? Allein olfaktorisch kann er es mit keinem Schwein aufnehmen. Ein Schwein hat mehr Riechzellen im Rüssel als der für seine gute Nase bekannte Hund. Darum wird sich ein

Anthura Gigantismus in Burlo

Es ist zu befürchten, dass Burlo in den nächsten Jahren die europäische Hauptstadt der Pflanzen mit den hodenförmigen Wurzelknollen wird, der Orchideen (von griechisch  orchis 'Hoden' ). Die Firma "Anthura Arndt" will weiter wachsen, obwohl die Flächenausdehnung des Orchideenproduzenten schon jetzt bedrohliche Ausmaße annimmt - wie bei Google Earth zu sehen ist.  Borkener Verwaltung und CDU wollen den Gigantismus jedoch nicht stoppen. Sie verweisen auf das Baurecht, wonach "Anthura" eine Gärtnerei und damit im Außenbereich zu genehmigen sei. Das ist lächerlich. Eine Gärtnerei ist "Anthura Arndt" sicher nicht. Gärtnerbetriebe nutzten den Boden auf dem sie stehen zur Anzucht von Pflanzen, die als Endprodukt verkauft werden. "Anthura" nutzt den Produktionfaktor Boden lediglich als Aufstellfläche für Gewächshäuser zur Herstellung eines Zwischenproduktes. Der Boden wird mit Gewächshäusern versiegelt, trocknet aus, das Grundwasser s

Weihnachtsmarkt am Heimathaus?

Am 1. Adventssonntag können in Burlo wieder weihnachtlich geschmückte Hütten bebummelt werden, befüllt mit selbstgebastelten Geschenken und Dekoartikeln für zu Hause. Wie immer steht für den Weihnachtsmarkt der Parkplatz vor der Klosterkirche St. Marien zur Verfügung.  Bisher war das eine gute Option, weil es die einzige war. Seit diesem Jahr befindet sich in direkter Nachbarschaft das neue Heimathaus, das für derartige Aktivitäten den idealen Rahmen bieten würde. Immerhin könnten dort bei schlechtem Wetter Besucher wettergeschützt untergebracht werden. Allerdings sind von dieser Alternative in Burlo leider nicht alle überzeugt. Wie man hört, schon gar nicht die Initiatoren des Weihnachtsmarktes. Schade. Zumindest einbezogen werden sollte das Heimathaus auf jeden Fall.