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Es werden Posts vom Dezember, 2021 angezeigt.

Weg mit den Vogelschissakten

AfD-Ratsmann Dr. Wienand Geuking findet, die Raumplanung für das neue Stadtarchiv sei überdimensioniert. Die paar Akten bekäme die Stadt doch locker auf weniger Platz unter. Offenbar denkt der AfDler parteistramm über eine Säuberung des Aktenbestandes nach. Immerhin könnte man doch die Akten aus der Zeit von 1933 bis 1945, von der AfD auch als Vogelschisszeit bezeichnet, komplett vernichten. 

Herr Geuking - "Ein Vogelschiss"?

Dr. Wienand Geuking (AfD) ist 2020 mit 466 Wählerstimmen in den Borkener Stadtrat gewählt worden.  "Insgesamt 120 Menschen jüdischen Glaubens aus dem heutigen Kreisgebiet waren es letztlich, die heute vor genau 80 Jahren zunächst nach Münster und von dort per Zug Richtung Riga gekarrt wurden, dorthin wo sie die „Hölle des Ostens“ erwartete. An diesem Tag begann auch für sie die systematische Deportation der deutschen Juden, nachdem man sie – reichsweit und auch im Westmünsterland – schon seit Jahren systematisch entrechtet, enteignet, gedemütigt und erniedrigt hatte. Ein Gescheraner erinnerte sich:  „Man hat die Menschen herausgetrieben, wie man Vieh nicht herausgetrieben hätte.“  In Vreden, so ein damals Siebenjähriger später, trieben Uniformierte „ mehrere Erwachsene mit Knüppeln aus dem Haus auf den Lastwagen. Ich wusste nicht, was diese Tat zu bedeuten hatte. Aber ich bin heute noch immer aufs allertiefste betroffen über diese unmenschliche Tat.“  Eine besonders widerliche Ver

Borkener "Verunstaltungsbeirat"

Politiker aller Parteien beklagen die oft langwierigen Baugenehmigungsverfahren.  In Borken wird es demnächst wohl noch länger dauern. Der Grund:  Auf Vorschlag der Verwaltung soll ein Gestaltungsbeirat (GBR) bestehend aus fünf Personen installiert werden, um für eine "externe Befruchtung" bei Bauprojekten zu sorgen. So wie es sich Frank Richter (CDU) im November 2018 gewünscht hat. Nachdem die Parkhausplanung in der Brinkstraße zum Rohrkrepierer wurde, will sich Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing bei zukünftigen Stadtbauprojekten Beistand von außen holen. Architekten, Stadtplaner, Künstler usw. werden für die gutbezahlte Nebentätigkeit gesucht. Ihr Arbeitsauftrag: " Vorhaben von städtebaulicher Relevanz zu begutachten und Empfehlungen zu formulieren. Empfehlungen, die nicht nur gestalterische Gesichtspunkte betreffen, sondern in einem gesamtheitlichen Ansatz wirtschaftliche Interessen, ökologische Kriterien und den städtebaulichen Kontext für das geplante Gebäude