Borken erhält aus dem sogenannten Sondervermögen von Bund und Land NRW 19,4 Millionen Euro. Geld, das besonders für Infrastrukturmaßnahnen, Schulen usw. (zusätzlich) ausgegeben werden soll. Gute Sache. Endlich werden alle Straßen in Borken, die in einem zum Teil jämmerlichen Zustand sind, saniert. Stellvertretend dafür steht an erster Stelle der Dülmener Weg. Sein Zustand wird seit Jahren mit recht beklagt. Schlimmer können viele Straßen in der ehemaligen DDR vor der Wiedervereingung auch nicht ausgesehen haben. Aber auch die Kampstraße, der Butenwall - um nur einige zu nennen - müssen dringend saniert werden, machen einen bedauernswerten Eindruck, und sind daher erste Adressen für eine Sanierung mit Geld aus dem Sanierungstopf, den Borken erhält. Doch Pustekuchen! Die Stadtverwaltung hat andere Pläne. Schließlich seien die Schulen in einem guten Zustand und für den Bau der neuen Feuer- und Rettungswache könne man ganz gut einige Milliönchen gebrauchen. Wenn alle...
Die Stadt Borken hat heute bekanntgegeben, dass das Großprojekt „Brinkerhof" an der Brinkstraße grundlegend neu ausgerichtet wird. Statt der geplanten Arztpraxen und hochpreisigen Eigentumswohnungen sollen nun 80 Einheiten bezahlbarer Mietwohnungen entstehen. Investor „Flexi" habe sich, so die offizielle Mitteilung, „nach intensiven Gesprächen mit der Stadt" bereit erklärt, auf seine ursprünglichen Renditeerwartungen zu verzichten. Die CDU-Fraktion erklärte, man habe „die Zeichen der Zeit erkannt". Bürgermeisterin Mechtild Schulze-Hessing sprach von einem „historischen Tag für den sozialen Wohnungsbau in Borken". Auch auf die zusätzlichen 312 Parkplätze wird verzichtet. Der Verkehr auf der Brinkstraße, bisher ein erklärtes Nadelöhr der Innenstadt, soll durch ein neues Mobilitätskonzept entlastet werden. Die Mieterinnen und Mieter, die für das ursprüngliche Projekt ihre Wohnungen verlassen mussten, werden als Erste berücksichtigt. Die 2,5 Millionen Euro, die de...