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Greta segelt

Greta Tintin Eleonora Ernman Thunberg segelt nach Amerika.

Schönes Bild: Wir sehen Greta nach 14-tägigem Segeltörn ziemlich blass mit windzerzaustem Haar bei der Einfahrt in den Hafen. Sich an der Bugreling des Rennseglers festhaltend, sind ihre schmalen Augen fest auf die Skyline von New York gerichtet.

Die 16-jährige "Klimagöttin" (Der Spiegel) hat einen selbstgestellten Auftrag zu erfüllen. Sie will/muss den Menschen in den USA die Folgen des Klimawandels erklären. Trump will davon ja nichts wissen.

Sie reist CO2-neutral mit dem Segelboot eines deutschen Millionärs von Plymouth aus an.

Ist das vorbildlich oder völliger Quatsch?

Ob man sich bei der Meyer Werft in Papenburg schon die Birne martert, wie man Segel auf die verdammten Kreuzfahrtungetüme bekommt?

Gretas Handeln negiert Aspekte der realen Welt. Reisen über die Weltmeere auf Windjammern ist für normale Menschen auch zukünftig nicht vorstellbar.

Sie hat ein wichtiges Anliegen, für das sie einsteht und werben will. Und das ist gut so.

Aber vorbildlich ist diese Aktion nicht.

Kommentare

  1. "Gretas Handeln negiert Aspekte der realen Welt. Reisen über die Weltmeere auf Windjammern ist für normale Menschen auch zukünftig nicht vorstellbar."

    Hat Greta denn behauptet, dass jeder die Möglichkeit hätte, das so zu machen? Hat sie gar jemandem verboten, per Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff den Atlantik zu überqueren?

    Nein, Gretas Handeln ist tatsächlich im besten Sinne vorbildlich. Wäre künftig nur ein Kreuzfahrtschiff weniger auf den Weltmeeren unterwegs (sei es, weil mehr Menschen segeln, sei es, weil mehr Menschen eine andere, weniger klimaschädliche Urlaubsbeschäftigung finden), wäre schon etwas gewonnen.

    Seit wann ist es etwas Negatives, wenn jemand besonders stark für seine - gute - Überzeugung eintritt und danach handelt, nur weil andere vielleicht nicht dieselbe Kraft aufbringen? Muss demnächst der Gläubige Angst um seinen Platz im Himmelreich haben, weil er ZU fromm ist? Bekommt der Soldat keinen Orden mehr, weil er ZU tapfer ist? Oder kriegt demnächst der Landwirt Schelte, der in vorbildlicher Manier einen Teil seiner Flächen den Wildblumen zur Verfügung stellt, um das Überleben der Bienen zu sichern? Schließlich hat ja nicht jeder einen Garten, der groß genug ist, um es dem Bauern gleichzutun.

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