Direkt zum Hauptbereich

Posts

Zum Schießen

Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. Der Burloer Bürger-Schützenverein möchte seinen Schützenfestplatz aufwerten und plant, eine Schirmschoppe zu errichten. Schön und gut. Nun betragen die kalkulierten Kosten für so ein Bauteil, in dem man Banken, Fahnenstangen, Beleuchtungen usw. unterbringen will, 43.000 Euro. Das Potential für erhebliche Eigenleistungen ist vorhanden. Man erhofft sich jedoch aus einem Förderprogramm des Landes einen Zuschuss in Höhe von 21.000 Euro. Das reicht den Bürgerschützen aber nicht. Daher die Idee, die Schoppe der Stadt als Treff für Jugendliche anzubieten. Für eine Schirmschoppe auf dem Schützenfestplatz als Treffpunkt für Burloer Jugendliche in und nach Coronazeiten wird die Stadt doch wohl die Schirmherrschaft übernehmen und sich dies 10.000 Euro kosten lassen, hofft man. Im PGZ läuft ja nichts. Die Jugendarbeit übernimmt der Schützenverein dann jeweils einmal im Jahr - zu Zeiten des Schützenfestes. Einfach zum Schießen, diese Schützen.
Letzte Posts

Auf den Mond mit ihnen

Karl-Heinz Rummenigge, der Lippstädter-Bayern-Boss, denkt gerne schlicht. So hält er Nachtflugverbote, jedenfalls wenn der FC Bayern betroffen ist, schon mal für "Verarschung".  In dieselbe Kategorie gehört sein Vorschlag, Profifußballer zügig und somit vorrangig gegen Corona zu impfen. "Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung", damit könnten "Fußballer als Vorbild einen gesellschaftlichen Beitrag leisten", vermutet Rummenigge.  Solche Äußerungen bezeugen " unter anderem die herrschaftliche Denkweise, die in der Chefetage des Klubs an der Säbener Straße zu Hause ist." (Süddeutsche Zeitung) Vorschlag: Der FC Bayern kratzt sein ganzes Geld zusammen, kauft davon One-Way-Tickets bei Elon Musk und steigt, gerne auch nachts, mit der gesamten Mannschaft in eine halbwegs funktionierende SpaceX-Rakete, die ihn zum Mond befördert.

Bauern seid schlau - nicht Röring wählen!

Johannes Röring sitzt seit 2005 im Bundestag. Einen Namen hat es sich dort besonders als Großverdiener mit Nebenjobs gemacht. So erzielte er 2013-2016 Nebeneinkünfte in Höhe von etwa zwei Millionen Euro und lag damit an zweiter Stelle unter den Bundestagsabgeordneten mit den höchsten Bruttobezügen in diesem Zeitraum.  Für seine Abgeordnetentätigkeit kann Röring getrost auf Lobbyisten verzichten. Er ist sein eigener Lobbyist.  Den Überblick über seine zahlreichen Nebentätigkeiten im Agrarbereich verliert Röring schon mal. So berichtete die  Süddeutsche Zeitung,  dass   das Bundestagspräsidium offiziell einen Verstoß Rörings gegen Verhaltensregeln des Bundestags festgestellt habe. Trotz Ermahnung habe er Nebeneinkünfte aus der Agrarbranche nicht rechtzeitig angegeben. Es ging um Tätigkeiten bei der Landwirtschaftsverlag GmbH und der Deutsche Genossenschafts-Hypothekenbank AG in Hamburg.  Hier ein Überblick über seine Aktivitäten, die jedem Lobbyisten zur Ehre gereichen würden  (Lobbypedi

Bitte nicht vergessen!

1928 schrieb Goebbels in einem Aufsatz:  „Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache. […] Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die Schafherde einbricht, so kommen wir.“ (aus:  Was wollen wir im Reichstag?, in: Der Angriff vom 30. April 1928; Nachdruck in: Joseph Goebbels (Autor), Hans Schwarz van Berk (Hrsg.): Der Angriff, Aufsätze aus der Kampfzeit, Franz Eher Nachf., München 1935, S. 71 u. S. 73) In Borken haben 466 Wähler für die AfD gestimmt. 466 Borkener, denen bewusst sein musste, wofür die Kandidaten der AfD politisch stehen. " Wir kommen nicht als Freunde, auch nicht als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf in die

Bauer Börger und die Bierdeckel

Hubert Börger, Kürbiszüchter, Großbauer und CDU-Größe aus Weseke, hat sich als Fan von Friedrich Merz geoutet. Für ihn ist er die ideale Besetzung für CDU-Vorsitz und Kanzleramt. Börger mag an Merz dessen rhetorische Fähigkeit, komplizierte Themen populistisch zu vereinfachen.  Dem Weseker hat es besonders Merz' Grusel-Vorschlag zur Steuerreform angetan. Dessen Vereinfachungsidee von 2003: Die Steuererklärung müsse auf einen Bierdeckel passen.  So soll sich Hubert Börger nach dem Ende der Pandemie bereits vorgenommen haben, den Weseker Kneipen wieder häufiger einen Besuch abzustatten, um an die dort erhältlichen Formulare für seine Steuererklärung zu kommen. Damals wurde gemutmaßt, dass für eine Steuererklärung nach dem Merzschen Vorschlag wohl eine Kiste Bier als Steuerberater nötig sei.  Die hat Hubert Börger ganz sicher irgendwo stehen.

Ein Kreisel in der Sackgasse

Für den Kreisel auf der Heidener Straße hat die Stadt 2019 einen "Bürger-machen-einen-Vorschlag-für-die Kreisverkehrsgestaltung-Wettbewerb" ausgeschrieben.  In die Endrunde schafften es die Vorschläge "Europawürfel", "Grundrechtssäulen" und, besonders originell, "Borkener Türme". Bisher hat sich der Stadtrat um die endgültige Entscheidung für einen der Vorschläge gedrückt. Wohl auch, weil sie nicht restlos überzeugen können. Eigentlich sollte einer der eingereichten Beiträge angenommen und belohnt werden. Ob es dazu noch kommt?  Preisgekrönte Entwürfe aus Gestaltungwettbewerben sind in Borken nur selten realisiert worden. Das hat Tradition und sollte daher niemanden beunruhigen. So gab es zahlreiche Architektenentwürfe für den Marktplatz.  Die Gewinner nahmen das Preisgeld und das Versprechen mit, ihre Vorschläge in der Schublade verschwinden zu lassen. Ähnlich verhielt es sich beim Gestaltungswettbewerb für das ehemalige Bierbaumgelände.  Der St

MKQ und ISW

MKQ und ISW kommen im Song "Mit freundlichen Grüßen" der Fanta-Vier als Abkürzungen nicht vor. MKQ steht für Meier, Kohlruss, Quernhorst, ein Architekten-Büro aus Rhede, in dem Günter Kohlruss zur Geschäftsleitung gehört. ISW steht für ISW Ingenieur Sozietät GmbH. Ein Planungsbüro überwiegend für Tiefbauleistungen, in dem Frank Richter das Sagen hat. Richter und Kohlruss sind die CDU-Stadtrats-Vorderen in Borken. Beide natürlich im Bauausschuss aktiv. Bemerkenswert: 2012 trat Günter Kohlruss nach lediglich drei Jahren als Vorsitzender des Bauausschusses zurück. Begründung: Sein Architekturbüro war bei der Abgabe von Vorschlägen für einen Rathausanbau nicht berücksichtigt worden. Jetzt, 2020, sieht man Kohlruss für MKQ auf dem Foto der BZ an der Schippe beim ersten Spatenstich für die Rathauserweiterung.  Hat doch noch geklappt. Honi soit qui mal y pense.