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Rathaus oder Vierhaus

Die Diskussion um Parkplätze auf dem Marktplatz wird immer obskurer. Offenbar hält Engelbert Vierhaus für seine Geschäftskollegen in der Innenstadt  die Fäden fest in der Hand. So verteilt er schon mal die imaginären Marktplatz-Stellplätze acht und neun an den neuen Betreiber des Rathauscafes. Hat Bürgermeisterin Schulze Hessing vor Vierhaus und Co. kapituliert? Zur Beruhigung teilt Leserbriefschreiber Vierhaus mit, dass die Marktplatzverschandelung nur ein Provisorium sein soll. Doch jeder weiß - nichts hält sich länger als ein Provisorium. Das alles ist offenbar an der derzeit schwachen Politik vorbei geregelt worden. Wer hat in der Stadt eigentlich das Sagen? Vierhaus oder Rathaus.

Fürchterlich

Wenn eine Wesekerin, ein Rhedenser und ein Burloer sich Gedanken über die Verbesserung der Parksituation in Borken machen, dann muss den Borkenern angst und bange werden. Allen Ernstes will das Trio ein Parkhaus an der Brinkstraße bauen lassen. Einer extrem leistungsfähigen Straße, wie jeder in Weseke weiß. Wohnhaus weg, Parkhaus mit Pissecke hin. Man fragt sich auch, hat Gutachter Krämer-Mandeau sein Betätigungsfeld jetzt auf die Berechnung von Stellplätzen ausgedehnt? Oder wie kommt man darauf, dass in Borken Parkplätze fehlen? Hoffentlich kann die Politik das Trio-Infernale noch stoppen.

Parkplatzfieber

In Borken ist die Parkplatzsucht ausgebrochen. Und schon sucht Jürgen Kuhlmann, Technischer Beigeordneter der Stadt, "fieberhaft"  nach einer Lösung. "Fieberhaft"  bedeutet (siehe Duden): "Fiebrig, angestrengt, aufgelöst, aufgeregt, aufgewühlt, eifrig, erhitzt, erregt, fahrig, fiebrig, hastig, hektisch, Herzklopfen habend, nervös, rastlos, ruhelos, ungeduldig, unruhig, ununterbrochen; unstet; (umgangssprachlich) kribbelig, zappelig; (landschaftlich) fickerig". Damit ist klar: Wer "fieberhaft" nach einer Lösung sucht, schafft ein Problem. Und Parkplätze auf dem Marktplatz zu schaffen, ist das Problem. Sein Name: Parksuch(t)verkehr. Zukünftig werden alle Stellplatzsuchenden in der Innenstadt zuerst den Marktplatz ansteuern, um dort nach einem Plätzchen für ihr Vehikel Ausschau zu halten. Das gibt es dort in der Regel aber nicht. Das bedeutet: Der Marktplatz wird überwiegend sinnl...

Deutschland wie Ottenstein

Jens Spahn (37), gebürtiger Ottensteiner,  trägt beim Aschermittwoch-Jokus im Schwabenland Trachtenjanker. "Die Stimme der Konservativen" (Schwäbische Zeitung), präsentiert dort sein konservatives Deutschlandbild. Der Tenor: Die "Menschen" sehnen sich wieder nach kultureller Sicherheit - kultureller Übersichtlichkeit, wie er sagt. Jene kulturelle Übersichtlichkeit, wie sie in Ottenstein anzutreffen ist? Ein Schützenverein, ein Sportverein, alle katholisch, für die Jugend die Landjugend und die Junge Union, kaum Ausländer, die CDU als kommunalpolitischer Alleinanbieter. Und für Spahn ganz wichtig: keine Englisch sprechenden Kellner. Gleichschaltung statt Unübersichtlichkeit. Ottenstein statt Deutschland.

Ich bin der Martin, ne

Wer außer Schulz will Schulz? Wie macht man aus 100 % Zustimmung 0 %? Eine Anleitung: Man präsentiert sich als Heilsbringer, baut dann reichlich Mist, kommt aber mit einem blauen Auge davon, nutzt seine letzte Chance, verhandelt für sich den Lieblingsjob heraus und sagt dann "Leckt mich doch alle am Arsch". Was kann man vom Gruselgenossen Martin lernen? Wie man es nicht machen sollte!

Spahnsinn

Jens Spahn ist raus. Mutti Merkel mag ihn nicht (siehe Mäckafritze "Ottensteiner Spaltpilz"). Aus lauter Abneigung ihm gegenüber hat Merkel das Finanzministerium an die SPD vergeben. Damit ist Jens Spahn seinen Job als Staatssekretär los. Die zuletzt spürbare Zurückhaltung des ansonsten dauerpräsenten Will/Illner/Lanz-usw.-Talkers konnte seinen Absturz in die ministerielle Bedeutungslosigkeit nicht mehr verhindern. Spahn, von vielen in der CDU gemocht wie ein tönender Furz beim Galadinner, kann jetzt wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen. Auf seine nächsten Auftritte in Talkshows der Marke "Betreutes Reden", in denen zuhauf aus- und altgediente Möchtenochmalpolitiker zu Wort kommen, muss man nicht gespa(h)nnt sein.

Da Katze was erleben...

Die Borkener Hofkatze kann die Bauernhaustreppe weiterhin auch nach nächtlichen Ausflügen unbeschwert im Vollbesitz ihrer sexuellen Kräfte krumm treten. Die Hauskatze nur dann, wenn sie das Streunern komplett lässt. Andernfalls droht ihr die Kastration. Denn die Borkener Hofkatze hat im Gegensatz zur Hauskatze mächtige Fürsprecher: die Bauern und die CDU. Kurz: die Bauern. Angeführt vom Hofkatzenversteher Hubert Börger, der den Unterschied quasi wissenschaftlich begründet: Eine Hofkatze fange im Unterschied zur Hauskatze Mäuse und lebe wild auf dem Scheunenbalken. Sie einzufangen sei nicht leicht und damit teuer. Zur Eindämmung der vermeintlichen Borkener Katzenplage sollte die Stadt den Paragraphen 1 der Hundesteuersatzung kurzerhand wie folgt ändern: "Hunde im Sinne dieser Satzung sind auch alle Katzen."

Schleudertrauma

Erst mit St. Martin im Fahrstuhl von 20 auf über 30 Prozent nach oben und rasant wieder nach unten, dann mit ihm durch den  Zickzackparcours GroKo - erst nein, dann ja - das war für die Borkener Genossen zu viel. Sie haben ein Schleudertrauma bekommen und verweigern Schulz die Weiterfahrt. Die SPD Seniorenfraktion hat sich der NoGroKo-Unüberlegung der Jusos ohne Wenn und Aber angeschlossen. Für die dringend notwendige Erneuerung wünscht man sich geradezu sehnsüchtig die Oppositionsrolle. Endlich mal nichts zu sagen haben und nur mit sich selbst beschäftigen. Bitte, bitte vier Jahre eine Minderheitsregierung der Unionisten und dann wird alles gut. So offenbar die Denke. Was aber, wenn sich die CDU/CSU wie versprochen nicht darauf einlässt? Dann gibt es Neuwahlen, bei der die SPD keine Führung hat, kein neues Konzept, ohne Erneuerung dasteht und wenn's gut läuft wieder 20 Prozent der Stimmen erhält. Die Borkener Genossen ...

Addio Borio

Borio TV? Wo ist Borio TV? Um den 2009 mit großem publizistischen Getöse ins Leben gerufenen BZ-Videokanal ist es still geworden. Prof. Dr. Brües, wissenschaftlicher Borio- Geburtshelfer, hatte im Oktober 2009 den Borkenern noch eine faszinierende neue Welt versprochen. Heute ist Borio TV von der Bildfläche verschwunden. Warum? Sicher hat man viel zu lange am Flash-Player als notwendige Software zum Öffnen der Video-Beiträge festgehalten. Die meisten Betriebssysteme von PC's, Tablets usw. erlauben das Herunterladen des Flash-Players aus Sicherheitsgründen schon lange nicht mehr. Den Todesstoß haben die Verantwortlichen ihrem "faszinierenden Produkt" aber gegeben, als sie entschieden, Eintrittsgeld dafür zu nehmen. Ergebnis: kaum noch Abonennten,  Werbeeinnahmen futsch. Addio Borio!