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Post Posse II


Da röhrt doch der Hirsch und der Postkunde wundert sich. Die Hauptstelle der Borkener Post, sorry der Hauptpostshop - gerade erst eröffnet - steht schon wieder vor dem Aus.

Der Versuch "neue Filialformate mit differenzierten Produkt- und Serviceangeboten zu entwickeln", wie es im Postsprech heißt, ist in Borken vorerst gescheitert.

Die Tochter von Maria Heming, der Shopbetreiberin, will sich zukünftig mehr um Omas Lieblingsenkelkind kümmern, statt für ihre Mutter in Briefmarken und Paketen zu machen.

Die Institution Post macht sich abhängig von der jeweiligen Gefühls- und Interessenlage ihrer Shopbetreiber.

Warum, das sagen uns die Börsenanalysten: "Für das laufende Jahr gehen die Experten davon aus, dass die Post einen Umsatz von 61,9 Milliarden Euro (Vorjahr: 60,4 Milliarden Euro) erzielen dürfte. Das EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) soll demnach nun nur noch bei 3,5 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,7 Milliarden Euro) liegen, der Gewinn pro Aktie bei 1,82 Euro (2,15 Euro).

Das Scheffeln von Milliarden ist den Postchefs wichtiger als die traditionelle Versorgung der Bevölkerung mit Serviceleistungen durch eigene Mitarbeiter.

Wie man hört, bereitet sich Bocholt bereits auf die Übernahme einer weiteren Einrichtung aus Borken vor. 

35 Minuten Fahrtzeit bis zum nächsten Posthop sind in der Uckermark längst Realität. Warum nicht auch im Münsterland?

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