Direkt zum Hauptbereich

Die Dekade des Grauens

Vor uns liegt die Dekade des Grauens. 

Dramatische welt-, europa-, bundes-, gesellschafts-, kommunalpolitische, klimatische und kulturelle Veränderungen kennzeichnen die nächsten zehn Jahre.

Postdemokraten wie Trump, Putin, Erdogan, Orban, Kaczyński bekommen Oberwasser. Sie stehen für einen Rückbau politischer Partizipation zugunsten einer lediglich demonstrierten Demokratie. Wahlen werden zu folgenlosen Veranstaltungen. Freie Meinung und Rechtsstaatlichkeit haben bei ihnen ausgedient. Alle aktuellen Krisen- und Konfliktherde überdauern die nächsten zehn Jahre. Ein Abschied von der Wachstumsideologie ist nicht in Sicht. Kriege versprechen doppelten Profit durch Zerstörung und Wiederaufbau. 

Europas politischer Einfluss verkümmert. Eine einheitliche Linie ist in wichtigen Fragen (soziale Gerechtigkeit,  Klimaschutz,  Einwanderung, Nah-Ost-Konflikt) nicht mehr zu finden. China wird Großmacht. Die fertiggestellte neue Seidenstraße steigert unsere Abhängigkeit von China.

In Deutschland ist Populismus inzwischen populär. Die Deutschnationalen punkten auch mit Faschisten als Zugpferde. Die virtuelle Angst vor Zuwanderung vernebelt weiter die Hirne ihrer Wähler. Wirtschaftlich ist Deutschland nicht mehr das Maß aller Dinge. 

Unserer Gesellschaft droht die Spaltung. Aus der Trümmerfrau ist die Umweltsau geworden. In einer liberalen Demokratie sind rigorose Kurswechsel wie sie von Umweltaktivisten gefordert werden nicht möglich. Die Klimaziele werden alle verfehlt. Uns droht die Ökodiktatur.

Kommunalwahlen werden die politische Landschaft in Borken verändern. Die Altparteien verlieren an Bedeutung. Nach Bahnhof und Post zeichnet sich auch das Verschwinden der Geburtshilfe ab. Ein funktionierendes Gesundheitssystem wird nicht mehr als staatliche Aufgabe zur Daseinsvorsorge gesehen. Sie wird dem Profitdenken geopfert.

Die Tatortkommissare suchen die letzten Mörder. Andrea Berg kann ihre Beine nicht mehr zeigen und hört auf zu singen. Florian Silbereisen bekennt sich zu seiner Homosexualität. Die Rolling Stones werden das Zeitliche segnen. Prinz Harry trennt sich von Meghan und kehrt in den Schoß seiner royalen Familie zurück. Sein Vater ist inzwischen König. Das Fernsehen fällt aus der Zeit. Keiner will es mehr sehen. Bundesliga wird nur noch im Streamingdienst zu sehen sein. Ronaldo und Messi hängen ihre Fußballstiefel an den Nagel. Marcel Reif wird für immer schweigen. In Burlo schließt die letzte Kneipe.

Die Dekade des Grauens hat begonnen.  

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Ebbing, der zweite Versuch.

Wer die Plakate der UWG zur Kommunalwahl sieht, der ahnt schon: hier soll endlich Großes erreicht werden. Brigitte Ebbing immer lächelnd voll im Bild. Im Hintergrund, leicht verschwommen, irgendwelche UWG-Kandidaten. Der Plan: Brigitte größer machen als sie ist. Brigitte, das Gesicht der UWG, ohne die in Borken nichts geht. Geht aber doch. Die ähnliche Ebbing-Kampagne vor fünf Jahren war ein Schuss in den Ofen. Die UWG schaffte ihr angestrebtes Ziel, zweitstärkste Kraft in Borken zu werden, nicht. Vielmehr fiel sie nach geringen Verlusten noch hinter die Grünen auf den vierten Platz zurück. Mal sehen, wie es diesmal für Brigitte Ebbing läuft, die Frontfrau der UWG, die UWG-Vorsitzende der Wählergemeinschaft auf Kreisebene, die UWG-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, die UWG-Schriftführerin auf Ortsebene, das UWG-Kreistagsmitglied. Stellt sich die Frage: könnte die UWG-Pöstchensammlerin es diesmal schaffen, ihren Traum wahr werden zu lassen und endlich einmal dritte stellvertretende Bürge...

Kleiner Co - Großer K.o.!

Wenn schon nicht der Stadtrat, dann hatte wenigstens der Himmel ein Einsehen und verhinderte die Pläne von Investor Stephan Schmidt für einen brachialen Neubau an der Remi-Kirche.  Die BZ verkündete jetzt den K.o. für das Großprojekt. " Investor Stephan Schmidt hatte hier vor einigen Jahren Pläne für ein Wohn- und Geschäftshaus vorgelegt, die aber nicht realisiert wurden ... Schmidt verfolgt sie nach eigener Aussage auch nicht weiter, sucht stattdessen einen Käufer für das Grundstück, das die Gebäude Remigiusstraße 8 und 10 sowie Kapuzinerstraße 1 umfasst . „Es gab und gibt Interessenten für die Fläche und es werden auch weitere Gespräche geführt“, sagt Stephan Schmidt." (BZ 4.6.2025) Hatten Architekt, Investor und die Mehrheit der Stadtverordneten schon früh auf die Einhaltung der Gestaltungssatzung gepfiffen, so stellten die besonderen historischen Gegebenheiten um Remigius herum jetzt wohl kaum überwindbare Hürden für das Bauprojekt dar. Oberirdisch hätte das von Frank Ri...

Union beugt sich AfD Populismus

Die SPD schlägt Frau Frauke Brosius‑Gersdorf als Verfassungsrichterin vor, die kritische Standpunkte etwa zum Kopftuchverbot, zur Impfpflicht und zum Schwangerschaftsabbruch vertritt. Die CDU hatte zunächst zugestimmt, dann aber binnen weniger Tage die Wahl platzen lassen. Warum? Eine deutschlandweite Analyse des Think‑tanks Polisphere belegt, dass seit dem 1. Juli eine angestimmte Kampagne aus „Alternativmedien“, Influencern und der AfD gestartet wurde, die Brosius‑Gersdorf öffentlich diskreditierte . AfD‑Politikerinnen wie Beatrix von Storch und Co. verbreiteten gezielt falsche Informationen (z. B. die Legalisierung von Abtreibung bis kurz vor Geburt), um Empörung zu erzeugen . Die AfD rief Bürger:innen dazu auf, CDU‑Abgeordnete zu beeinflussen – und mobilisierte letztlich erfolgreich genug Unions‑Stimmen gegen die Nominierung.  Wichtige demokratische Prozesse wie die Richterwahl zum Bundesverfassungsgericht werden so de facto zum Kulturkampf erklärt, mit dem Ziel, liberale Pos...