Direkt zum Hauptbereich

Schlimme Aussichten

Hat Wolodymyr Selenskyj gestern noch mit Vehemenz Panzer gefordert,  sind es heute Kampfjets, morgen U-Boote, übermorgen Bodentruppen und Atombomben.

Offenbar glaubt Selenskyj schon jetzt nicht mehr an den Erfolg der geforderten, aber noch längst nicht gelieferten Panzer. 

Der "Überbietungswettbewerb", wie ihn Olaf Scholz genannt hat, ist im vollen Gange.

Kriege enden immer mit Verhandlungen, manche jedoch erst nach 30 Jahren. 

Sollte der Krieg in der Ukraine noch lange weiter gehen, dann hat das Auswirkungen auf die bei uns lebenden Ukrainerinnen und Ukrainer. 

Sie werden hier integriert, die deutsche Staatsangehörigkeit bekommen, Familien gründen, arbeiten gehen und sich eine neue Existenz aufbauen. Was für Deutschland mit seinem chronischen Fachkräftemangel gar nicht schlecht wäre.

Der Krieg könnte allmählich in Vergessenheit geraten, wenn nicht jährlich der Verteidigungsetat angepasst werden müsste. 

Die Brandmauer zu Russland, die fast 2000 Kilometer lange ukrainisch-russische Landgrenze, wird durch Kämpfe in Schützengräben (wie im ersten Weltkrieg) gesichert. 

Junge Menschen, die ihre Zukunft noch vor sich gehabt hätten, sterben noch viele Jahre für die "Sicherheit" der Alten.

Schlimme Aussichten.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sprunghafte Typen

Die Beziehung zwischen Donald Trump, dem US-Präsidenten, und Elon Musk, dem Tech-Milliardär hinter Tesla, SpaceX und X, ist ein Wechselspiel aus Bewunderung und Rivalität.  Aktuell liefern sich Musk und Trump nach einer monatelangen, engen Zusammenarbeit inzwischen eine offene Schlammschlacht. Entzündet hat sich der Streit an einem von Trump vorangetriebenen Steuer- und Haushaltsgesetz, gegen das sich Musk stellt. (Spon) Trotz aller Spannungen ist klar: Beide brauchen einander – zumindest strategisch.  Für die Eroberung des Weltraums, wie sie Trump vorschwebt, ist er auf Musks Raketen- und Satellitentechnik angewiesen. Der hat als privater Unternehmer mittlerweile mehr Satellitentonnagen im Orbit unterwegs als alle anderen Beschicker zusammen. Ohne Musks Raketen wäre Trump bei seinen kühnen Weltraumplänen daher auf den Einsatz eines Trampolins angewiesen. Ob das klappt? Trump ist da sehr optimistisch. Er wird demnächst ein wunderbares, einzigartiges Trumpolin ...

Was geht alles durch ein Nadelöhr?

Jetzt ist es raus. CDU und Stadtverwaltung planen an der schmalen Brinkstraße Großes. Ein Ärztezentrum mit Wohnungen und  angeschlossenem Parkhaus soll der große Wurf für die Innenstadt von Borken werden. Endlich wird der nie verstummende Ruf einiger Einzelhändler nach noch mehr Parkflächen erhört werden. Für die monumentale Planung "Brinkerhof" müssen aber zuerst Wohnhäuser abgerissen werden. Günstige Mietwohnungen müssen den Planungen von Stadt und Investoren weichen. Über die zusätzlichen Parkplätze werden sich allerdings besonders die Kapitalgeber des Ärztezentrums freuen, da ohne diese eine solche Einrichtung nicht denkbar wäre. So könnte der anfänglichen Freude über weitere Parkplätze schon bald die Ernüchterung folgen, dass es mit dem Zugewinn an Parkraum doch nicht so weit her ist. Tatsächlich fehlen auch gar keine Parkplätze in der Innenstadt von Borken. Durch das neue Konzept zur Parkraumbewirtschaftung und den Bau des Parkhauses hinter dem ...

Union beugt sich AfD Populismus

Die SPD schlägt Frau Frauke Brosius‑Gersdorf als Verfassungsrichterin vor, die kritische Standpunkte etwa zum Kopftuchverbot, zur Impfpflicht und zum Schwangerschaftsabbruch vertritt. Die CDU hatte zunächst zugestimmt, dann aber binnen weniger Tage die Wahl platzen lassen. Warum? Eine deutschlandweite Analyse des Think‑tanks Polisphere belegt, dass seit dem 1. Juli eine angestimmte Kampagne aus „Alternativmedien“, Influencern und der AfD gestartet wurde, die Brosius‑Gersdorf öffentlich diskreditierte . AfD‑Politikerinnen wie Beatrix von Storch und Co. verbreiteten gezielt falsche Informationen (z. B. die Legalisierung von Abtreibung bis kurz vor Geburt), um Empörung zu erzeugen . Die AfD rief Bürger:innen dazu auf, CDU‑Abgeordnete zu beeinflussen – und mobilisierte letztlich erfolgreich genug Unions‑Stimmen gegen die Nominierung.  Wichtige demokratische Prozesse wie die Richterwahl zum Bundesverfassungsgericht werden so de facto zum Kulturkampf erklärt, mit dem Ziel, liberale Pos...