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Kranke Gesundheitspolitik

Die Einführung der Fallpauschalen ab 2003 für Krankenhausbehandlungen hat zur Kommerzialisierung der Krankenhäuser geführt. Sie sollen Gewinne machen. Ergebnis: personelle Unterversorgung,  miserable hygienische Bedingungen, überlastete Ärzte und Pfleger, fehlende Intensivbettenkapazitäten.

Die Patienten werden möglichst früh aus den Krankenhäusern entlassen („blutige Entlassung“). Deshalb steigt der Bedarf an nachstationären Rehaplätzen, die überwiegend von privaten Einrichtungen angeboten werden.

Dass jetzt plötzlich Börse und Wirtschaft in der Coronakrise nach einem starken Staat und staatlichem Schutz eines Gesundheitssystems rufen, das seit Jahren auf Betreiben von Börse und Wirtschaft kaputtgespart wird, ist zynisch.

Corona gibt uns die Chance, in der zukünftigen Gesundheits- bzw. Krankenhauspolitik wieder jene mehr in den Brennpunkt zu rücken, für die sie eigentlich gemacht werden sollte, die Patienten. 

Eine ortsnahe Geburtshilfe ist aktive Daseinsvorsorge. Sie darf einer kühlen Vor-Corona-Gewinnarithmetik nicht zum Opfer fallen. 

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