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Posts

MKQ und ISW

MKQ und ISW kommen im Song "Mit freundlichen Grüßen" der Fanta-Vier als Abkürzungen nicht vor. MKQ steht für Meier, Kohlruss, Quernhorst, ein Architekten-Büro aus Rhede, in dem Günter Kohlruss zur Geschäftsleitung gehört. ISW steht für ISW Ingenieur Sozietät GmbH. Ein Planungsbüro überwiegend für Tiefbauleistungen, in dem Frank Richter das Sagen hat. Richter und Kohlruss sind die CDU-Stadtrats-Vorderen in Borken. Beide natürlich im Bauausschuss aktiv. Bemerkenswert: 2012 trat Günter Kohlruss nach lediglich drei Jahren als Vorsitzender des Bauausschusses zurück. Begründung: Sein Architekturbüro war bei der Abgabe von Vorschlägen für einen Rathausanbau nicht berücksichtigt worden. Jetzt, 2020, sieht man Kohlruss für MKQ auf dem Foto der BZ an der Schippe beim ersten Spatenstich für die Rathauserweiterung.  Hat doch noch geklappt. Honi soit qui mal y pense.

Wir gönnen uns ja sonst auch alles

Getreu dem Motto "Was kostet die Welt, wir gönnen uns ja sonst auch alles" genehmigt sich TuS Velen einen neuen Sprecherturm auf der Sportanlage. Dafür erhält der Verein einen Zuschuss aus dem NRW Programm „Moderne Sportstätte 2022“.   27.000 Euro Zuschussgeld wollen sie dafür verbraten. Willi Lindinger, Vorsitzender des Vereins, dazu. „Der alte Sprecherturm war schon abgesackt, er war unterwühlt und verfault. Den haben wir vor ein paar Jahren abgebaut“. Dabei hätte es bleiben sollen. Das unsinnigste Bauwerk auf einem Sportplatz ist ein Sprecherturm. Zeitgemäß ist er schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Die Drahtlostechnik macht ihn überflüssig. Darum hätte er auch nie durch ein Zuschussprogramm, welches sich "Moderne Sportstätte 2022" nennt, gefördert werden dürfen. Zahlreiche Vereine im Kreis Borken hätten das Geld sicher für sinnvollere und zukunftsfähigere Projekte gebrauchen können.

Deutsche Bank Geld gibt's jetzt bei Aldi

Der Geldautomat der Deutschen Bank Filiale ist am 3. November gesprengt worden. Bis heute ist die Bank geschlossen. Bei der Sprengung scheint mehr als nur der Automat kaputt gegangen zu sein.  Auf einem eilig mit der Hand geschriebenen, übersichtlich strukturierten DIN A4-Blatt als Aushang teilen die Bankangestellten den wahrscheinlich staunenden Kunden mit, dass sie vorerst ihr Geld bei Aldi abholen sollen. Frage der Aldi-Kassiererin vor der Bardgeldauszahlung: "Sind Sie pleite oder bei der Deutschen Bank?"

Profitgeburten

"Gesundheit ist kein wirtschaftliches Gut und kein industrielles Produkt, das man herstellen kann wie ein Auto oder einen Computer. Das Ziel, damit Gewinne zu machen, ist grundfalsch", sagt Dr. Umes Arunagirinathan, von Beruf Herzchirurg, in seinem Buch "Der verlorene Patient".  Eigentlich müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen. Dr. Arunagirinathan prangert vor allem zunehmendes Profitstreben an, das nach seiner Auffassung im Medizinbetrieb nichts zu suchen hat. Die Einführung der Fallpauschalen ab 2003 für Krankenhausbehandlungen hat zur Kommerzialisierung der Krankenhäuser geführt. Ergebnis: personelle Unterversorgung,  miserable hygienische Bedingungen und überlastete Ärzte und Pfleger. Geburtsstationen sind nicht profitabel zu betreiben. Sie werden daher entsprechend der Vorgaben zur Gewinnorientierung wenn möglich quersubventioniert, ansonsten geschlossen. Eine ortsnahe Geburtshilfe ist aber aktive Daseinsvorsorge. Sie darf einer kühlen Gewinnarithmetik nicht ...

König für Röring

Wer wird der nächste CDU-Bundestagskandidat für den Kreis Borken? Zur Wahl stehen aktuell Anne König aus Borken und Johannes Röring aus Vreden. Röring sitzt seit 2005 im Bundestag. Einen Namen hat es sich dort besonders als Großverdiener mit Nebenjobs gemacht. So erzielte er 2013-2016 Nebeneinkünfte in Höhe von etwa zwei Millionen Euro und lag damit an zweiter Stelle unter den Bundestagsabgeordneten mit den höchsten Bruttobezügen in diesem Zeitraum.  Für seine Abgeordnetentätigkeit kann Röring getrost auf Lobbyisten verzichten. Er ist sein eigener Lobbyist.  Den Überblick über seine zahlreichen Nebentätigkeiten im Agrarbereich verliert Röring schon mal. So berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass   das Bundestagspräsidium offiziell einen Verstoß Rörings gegen Verhaltensregeln des Bundestags festgestellt habe. Trotz Ermahnung habe er Nebeneinkünfte aus der Agrarbranche nicht rechtzeitig angegeben. Es ging um Tätigkeiten bei der Landwirtschaftsverlag GmbH und der Deutsche G...

Die Plus-Volksbank

In Burlo ist die Volksbank umgezogen. Ins ehemalige Café Rosengarten. Erkennbar ist das an einem schrillen orangefarbenen Bauteil, das man zuerst für einen Hinweis auf eine Plus-Filiale halten könnte. Optisch sehr auffallend und damit für das Projekt "Rosengarten" architektonisch eine Katastrophe. Doch was solls!  Die Volksbank bringt endlich jene Miete, die Planer und Eigentümer Günter Kohlruss mit dem Café nicht erzielen konnte. Weniger Freude dürften die Rosengärtner, die Bewohner der Anlage, haben. Dabei ist die Verschandelung des Gebäudes nur ein Ärgernis. Ein Plus gibt es beim Türenschlagen zur Nachtzeit, bei Parkproblemen und durch zusätzlichen Verkehrslärm. Auch das Risiko einer Sprengung des Geldautomaten durch Bankräuber vermehrt die Besorgnisse der Anwohner durch die Umnutzung. Warum bei der Umbaugenehmigung durch die Stadt niemand auf die Veränderung der Park-und Verkehrssituation geschaut hat, kann wohl nur Günter Kohlruss erklären. Er sitzt für die ...

"Irgendwie"

Was die deutsche Nationalmannschaft derzeit spielt, ist nicht das Schwarzrotgelbe vom Ei. In der Fifa-Weltrangliste stehen wir zurecht nur noch auf Platz 14. Unser "Irgendwie"-Bundesjogi scheint mit seinem Badner-Latein am Ende zu sein. Die Abwehr ist löchrig wie Schweizer Käse und im Mittelfeld kommt es häufig zu Ballverlusten.  So wird das nichts. Löws "Irgendwie-au" Erklärungen helfen nicht weiter. Seine Gesichtszüge entgleiten ihm immer mehr.  Wenn das deutsche Team erfolgreich war, dann mit einer stabilen Abwehr und mit Spielern, die auf dem Platz Ansagen machen. Auf Hummels und Müller in der Nationalmannschaft zu verzichten, ist fahrlässig. Jogi Löw sollte endlich "irgendwie" seinen nicht vorhandenen Hut nehmen. (Siehe auch Möckafritze "Kein Wunder von Watutinki" und "Mit Tiki-Taka nach Taka-Tuka")

Make Ebbing Great

Wer die Plakate der UWG zur Kommunalwahl gesehen hat, der ahnte schon: hier sollte Großes erreicht werden. Brigitte Ebbing immer voll im Bild. Im Hintergrund, leicht verschwommen, irgendwelche UWG-Kandidaten. Der Plan: Brigitte größer machen als sie ist. Brigitte, das Gesicht der UWG, ohne die in Borken nichts geht. Geht aber doch. Die Ebbing-Kampagne war ein Schuss in den Ofen. Die UWG schaffte ihr angestrebtes Ziel, zweitstärkste Kraft in Borken zu werden, wieder nicht. Vielmehr fiel sie nach geringen Verlusten noch hinter die Grünen auf den vierten Platz zurück. Brigitte Ebbing, die Frontfrau der UWG, die UWG-Vorsitzende der Wählergemeinschaft auf Kreisebene, die UWG-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, die UWG-Schriftführerin auf Ortsebene, das UWG-Kreistagsmitglied, sie war gescheitert. Stellte sich die Frage: Wie könnte es die UWG-Pöstchensammlerin dennoch schaffen, stellvertretende Bürgermeisterin zu werden? Über eine gemeinsame Listenverbindung der Oppositionsparteien, wie von der...

Überirdisch

Wenn schon nicht der Stadtrat, dann hat wenigstens der Himmel ein Einsehen und verhindert die Pläne von Investor Stephan Schmidt für einen brachialen Neubau an der Remi-Kirche.  Haben Architekt, Investor und die Mehrheit der Stadtverordneten schon auf die Einhaltung der Gestaltungssatzung gepfiffen, so stellen die besonderen historischen Gegebenheiten um Remigius herum jetzt weitere Hürden für das Bauprojekt dar. Oberirdisch würde das von Frank Richter (CDU) geforderte laute, stadtbildprägende Gebäude nicht zum vorhandenen Gebäudeensemble passen.  Unterirdisch zerstört der Bau historisch bedeutsame Borkener Denkmäler. Das Gebiet ist „ein wichtiges archäologisches Quellenarchiv, dessen Auswertung neue und weitergehende Erkenntnisse zur Entwicklung Borkens vermittelt, die auf keinem anderen Weg gewonnen werden können“. (BZ) Das Bauvorhabens muss daher "durchgängig" von Archäologen begleitet werden. Die nicht unerheblichen Kosten hat der Verursacher, der Bauherr zu tragen. W...