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Posts

Café Volksbank

Wo früher Schokotorte und Schweineohren über die Theke gingen, wird demnächst "VRanzi", die digitale Finanzassistentin der VR Bank, die Kunden bedienen.  Die Burloer Volksbankfiliale zieht um - ausgerechnet ins ehemalige Café Rosengarten. Damit hat die VR Bank alle Hoffnungen der Burloer zunichte gemacht, die auf eine Wiederbelebung des beliebten Cafés mit Außengastronomie gesetzt hatten. Im Bank-Sprech ausgedrückt: "Ohne Bewährtes aufzugeben, möchten wir auch zeitgemäße und zukunftsorientierte Technologien integrieren - angepasst an die Anforderungen der Kunden.“  So hört man wohl demnächst im Cafè Volksbank VRanzi -  angepasst an die Anforderungen der Kunden - sagen: "Für mich bitte ein Stück Käsekuchen und ein Kännchen Kaffee".

Supermarktkassiererin und Unternehmensberater

Corona trennt die Spreu vom Weizen.  Wir erkennen jetzt Berufe, die von gesellschaftlicher Bedeutung sind, systemrelevant wie man sagt, und solche, die es nicht sind. Zu den Stützen unserer Gesellschaft gehören zum Beispiel Ärzte, Laboranten, Kranken- und Altenpfleger, Polizisten, Feuerwehrleute, Mitarbeiter in Supermärkten, Bäcker, Handwerker und Lastwagenfahrer. Nicht dazu gehören Unternehmens- und Finanzberater. Von ihnen können wir nichts erwarten. Sie sind systemirrelevant. Hoffentlich erinnern wir uns nach der Coronakrise noch daran.

Platzfehler

Borkens Kirchplatz ist hier gleich zweimal zu sehen. Auf welchem Bild ist ein hoffentlich noch vermeidbarer Fehler zu entdecken? 

Kranke Gesundheitspolitik

Die Einführung der Fallpauschalen ab 2003 für Krankenhausbehandlungen hat zur Kommerzialisierung der Krankenhäuser geführt. Sie sollen Gewinne machen. Ergebnis: personelle Unterversorgung,  miserable hygienische Bedingungen, überlastete Ärzte und Pfleger, fehlende Intensivbettenkapazitäten. Die Patienten werden möglichst früh aus den Krankenhäusern entlassen („blutige Entlassung“). Deshalb steigt der Bedarf an nachstationären Rehaplätzen, die überwiegend von privaten Einrichtungen angeboten werden. Dass jetzt plötzlich Börse und Wirtschaft in der Coronakrise nach einem starken Staat und staatlichem Schutz eines Gesundheitssystems rufen, das seit Jahren auf Betreiben von Börse und Wirtschaft kaputtgespart wird, ist zynisch. Corona gibt uns die Chance, in der zukünftigen Gesundheits- bzw. Krankenhauspolitik wieder jene mehr in den Brennpunkt zu rücken, für die sie eigentlich gemacht werden sollte, die Patienten.  Eine ortsnahe Geburtshilfe ist aktive Daseinsvorsorge. Sie darf ei...

Wer schreit hat Unrecht!

Die Pläne von Investor Stephan Schmidt für einen brachialen Neubau an der Remi-Kirche verhöhnen die Borkener Gestaltungssatzung von 1994, 2001 und 2007.   Dort heißt es:  "Ziel der gestalterischen Festsetzungen ist es, das Charakteristische des Stadtbildes zu bewahren; insbesondere die typischen baulichen Gestaltungsmerkmale zu erhalten oder wieder aufzunehmen und die Eigenart des Stadtbildes zukünftig zu sichern und zu fördern." Und weiter: "- Sollen bei Neu- und Umbaumaßnahmen zwei oder mehr Grundstücke zusammengefasst werden und architektonisch eine Einheit bilden, so müssen Fassadenabschnitte gebildet werden, dass die vorgegebene Parzellierung weiterhin in der Fassade ablesbar bleibt.  - Die Höhen der Gebäude sind auf die vorhandenen Höhen des Ensembles abzustimmen ..." Schleierhaft ist, wieso Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing sich von Anfang an für den von Architekt Manuel Thesing vorgelegten Entwurf "vehement" (BZ) eingeset...

Ein Kreuz für die AFD ist eins gegen die Demokratie

Die AfD will die liberale Demokratie abschaffen.  Björn Höcke hat die "Trockenlegung der Zivilgesellschaft" gefordert und politische Gegner als "geisteskrank" bezeichnet. So reden und handeln Nazis, wenn man sie nicht daran hindert. Wer heute noch AFD wählt, der kann für sich nicht in Anspruch nehmen, lediglich seinen Protest den etablierten Parteien gegenüber zum Ausdruck bringen zu wollen. AfD-Wähler wählen Faschisten. Wer wie die zentralen Figuren der AFD Auschwitz und die Judenverfolgung im Nationalsozialismus für einen Vogelschiss hält, macht sich schuldig an aktuellen Opfern rechter Gewalt.  Wer solche Parteien wählt, macht sich mitschuldig.

Kein Merz im März

Millionär Friedrich Merz, bis März Aufsichtsratschef der deutschen BlackRock, will Kanzler werden und wird daher für den CDU-Vorsitz kandidieren.  BlackRock, eine Fondgesellschaft, die weltweit mit Vermögen in Höhe von sechs Billionen US-Dollar zockt, agierte während der Finanzkrise auf Risiko und Kosten der Steuerzahler. Sie ist Großaktionär bei tausenden Unternehmungen weltweit und  mit weitem Abstand auch größter Einzelaktionär an den Unternehmen der Deutschen Börse (z.B. bei Vonovia mit über 8%). Welchen Beitrag zur Steuerhinterziehung Superreicher BlackRock geleistet hat, untersucht derzeit der Staatsanwalt.  Hat Merz die Lunte gerochen und will deshalb in die Politik zurück? Menschenfischer Merz will von der AFD Wähler zurückgewinnen. Ebenso wie die AFD hat er die völlig sinnlose Frage gestellt, auf welcher Rechtsgrundlage 2015 etwa eine Million Geflüchtete ins Land gelassen wurden. Das müsse geprüft werden, so Merz. Auch einen seiner alten Gruse...

Trari, trara, die Post ist weg

Trari, trara, der Postshop, der war da. Und zwar da, wo er nicht hingehörte. Die Hauptstelle der Borkener Post - sorry der Hauptpostshop - wird schon wieder geschlossen. Der Postagenturshop in der ehemaligen Hirschapotheke war für Borken von Anfang an ein Verlust. Ein Verlust an Aufenthaltsqualität um die Remi-Kirche herum. Das ständige An- und Abfahren der Postshoper brachte keine umsatzrelevante Kundenfrequenz in die Innenstadt, sondern störte nur und sorgte für reichlich Trara. Die Postagentur hätte an dieser Stelle der Stadt verhindert werden müssen.  Man musste kein Prophet sein, um weissagen zu können, dass mit noch so vielen Brötchentasten, Kurzzeitparkplätzen und dem vermehrten Einsatz von Knöllchenschreibern das Parkproblem nicht in den Griff zu bekommen sein würde.  Die anfängliche Freude von Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing über die rasche Nachnutzung der Hirsch-Apotheke schlug schon bald in Ratlosigkeit um. Denn die Schaffung zusätzlicher Parkbuchten auf de...

Borken steht

"Borken steht gut da," verkündete Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing auf dem Neujahrsempfang im Vennehof. Damit hat sie den Kommunalwahlkampf eröffnet. Denn positive Botschaften wollen die Wähler hören. Aber ist es nicht eher so, dass Borken steht.  Und zwar nicht nur zu bestimmten Zeiten an der Ausfahrt bei Kaufland - was alles andere als gut ist. In den letzten Jahren sind viele Entwicklungsprojekte im Rathaus vorgestellt worden: - Rathaus Erweiterung,   - Neubau Feuerwehrgebäude, - Neubau Remigius-Grundschule, - Umbau des alten Rathauses,  - Umbau Grundschule Burlo, - Quartiersentwicklung Brinkstraße,  - Entwicklung Mühlenviertel Kolks,  - Umbau Marktplatz,  - Burlos neue Mitte, - Hochwasserschutz, - 3. Ort, ... Realisiert wurde davon wenig. Schneckentempo gab's beim Umbau des alten Rathauses. Nach vier Jahren Bauzeit zeichnet sich für den ersten Bauabschnitt endlich die Fertigstellung ab. Der B...