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Weg mit den Vogelschissakten

AfD-Ratsmann Dr. Wienand Geuking findet, die Raumplanung für das neue Stadtarchiv sei überdimensioniert. Die paar Akten bekäme die Stadt doch locker auf weniger Platz unter. Offenbar denkt der AfDler parteistramm über eine Säuberung des Aktenbestandes nach. Immerhin könnte man doch die Akten aus der Zeit von 1933 bis 1945, von der AfD auch als Vogelschisszeit bezeichnet, komplett vernichten. 

Herr Geuking - "Ein Vogelschiss"?

Dr. Wienand Geuking (AfD) ist 2020 mit 466 Wählerstimmen in den Borkener Stadtrat gewählt worden.  "Insgesamt 120 Menschen jüdischen Glaubens aus dem heutigen Kreisgebiet waren es letztlich, die heute vor genau 80 Jahren zunächst nach Münster und von dort per Zug Richtung Riga gekarrt wurden, dorthin wo sie die „Hölle des Ostens“ erwartete. An diesem Tag begann auch für sie die systematische Deportation der deutschen Juden, nachdem man sie – reichsweit und auch im Westmünsterland – schon seit Jahren systematisch entrechtet, enteignet, gedemütigt und erniedrigt hatte. Ein Gescheraner erinnerte sich:  „Man hat die Menschen herausgetrieben, wie man Vieh nicht herausgetrieben hätte.“  In Vreden, so ein damals Siebenjähriger später, trieben Uniformierte „ mehrere Erwachsene mit Knüppeln aus dem Haus auf den Lastwagen. Ich wusste nicht, was diese Tat zu bedeuten hatte. Aber ich bin heute noch immer aufs allertiefste betroffen über diese unmenschliche Tat.“  Eine besonders ...

Borkener "Verunstaltungsbeirat"

Politiker aller Parteien beklagen die oft langwierigen Baugenehmigungsverfahren.  In Borken wird es demnächst wohl noch länger dauern. Der Grund:  Auf Vorschlag der Verwaltung soll ein Gestaltungsbeirat (GBR) bestehend aus fünf Personen installiert werden, um für eine "externe Befruchtung" bei Bauprojekten zu sorgen. So wie es sich Frank Richter (CDU) im November 2018 gewünscht hat. Nachdem die Parkhausplanung in der Brinkstraße zum Rohrkrepierer wurde, will sich Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing bei zukünftigen Stadtbauprojekten Beistand von außen holen. Architekten, Stadtplaner, Künstler usw. werden für die gutbezahlte Nebentätigkeit gesucht. Ihr Arbeitsauftrag: " Vorhaben von städtebaulicher Relevanz zu begutachten und Empfehlungen zu formulieren. Empfehlungen, die nicht nur gestalterische Gesichtspunkte betreffen, sondern in einem gesamtheitlichen Ansatz wirtschaftliche Interessen, ökologische Kriterien und den städtebaulichen Kontext für das geplante Gebäude ...

Weihnachtsmarkt am Heimathaus?

Am 1. Adventssonntag können in Burlo wieder weihnachtlich geschmückte Hütten bebummelt werden, befüllt mit selbstgebastelten Geschenken und Dekoartikeln für zu Hause. Wie immer steht für den Weihnachtsmarkt der Parkplatz vor der Klosterkirche St. Marien zur Verfügung.  Bisher war das eine gute Option, weil es die einzige war. Seit diesem Jahr befindet sich in direkter Nachbarschaft das neue Heimathaus, das für derartige Aktivitäten den idealen Rahmen bieten würde. Immerhin könnten dort bei schlechtem Wetter Besucher wettergeschützt untergebracht werden. Allerdings sind von dieser Alternative in Burlo leider nicht alle überzeugt. Wie man hört, schon gar nicht die Initiatoren des Weihnachtsmarktes. Schade. Zumindest einbezogen werden sollte das Heimathaus auf jeden Fall. 

Bekifft ohne Tempolimit unterwegs

Die Ampelkoalitionäre haben sich offensichtlich schon auf zwei Vorhaben verständigt. Sie geben das Hanf frei und die Autobahnen für Raser.  Die Folgen einer Freigabe von Cannabisprodukten (Hanf), kann man in den Niederlanden beobachten. Die weiche Drogenpolitik hat dort den Aufstieg krimineller Banden gefördert. Die haben ihr Geschäft um Kokain erweitert und bekämpfen sich heute gegenseitig zum Teil auf offener Straße.  Es ist unsinnig und rückständig, kein Tempolimit zu haben.  Klimaschutz (ein Tempolimit brächte eine CO2 Einsparung von etwa 2,5 Millionen pro Jahr), Unfallvermeidung, Lärmreduzierung, Stauvermeidung, alles keine Argumente für 130 auf den Autobahnen? Der Verzicht auf ein Tempolimit ist gegen jede Vernunft -  ist vollkommener Unsinn.  "Freie Fahrt für freie Bürger"? Wer Tempobeschränkungen mit der Einschränkung individueller Freiheiten gleichsetzt, der veralbert den Freiheitsbegriff und will damit nur vom eigenen Egoismus am Gaspedal ablenken.

FDP: "Nie gab es mehr zu tun"

... als zum Beispiel die eigenen Plakate zu entsorgen, damit sie nicht die Gegend verschandeln.

Vom Unsinn, kein Tempolimit zu haben

CDU-Chef Armin Laschet hält ein Tempolimit von 130 auf Autobahnen für "unsinnig". (Redaktionsnetzwerk Deutschland") Auch im Wahlprogramm lehnt die Union ein generelles Tempolimit von 130 ab.   In ganz Europa gibt es nur eine einzige weitere Region, in der kein Tempolimit auf Autobahnen besteht: die  britische Insel Isle of Man.  Nach wie vor vollkommen  ohne Tempolimit sind die indischen Bundesstaaten Vanuatu, Pradesh und Uttar sowie Nepal, Myanmar, Burundi, Bhutan, Afghanistan, Nordkorea, Haiti, Mauretanien, Somalia und der Libanon . In China, dem mittlerweile wichtigsten Absatzmarkt für PS starke deutsche Autos, liegt das Tempolimit bei 120 km/h. Und in den USA liegen die maximalen Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Regel bei 75 Meilen/Stunde (mph) (= 121 km/h) in den westlichen Staaten und bei 70 mph (113 km/h) in den östlichen Staaten. Einige Staaten, vor allem im Nordosten, erlauben  höchstens  65 mph (105 km/h), auf Hawaii  darf höchst...

Karlheinz, das Schwein und der Wolf

MdB Karlheinz Busen aus Gronau will für die FDP wieder in den Bundestag. Unternehmer und Jäger Busen ist dort bisher im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft tätig.  Bekannt ist Busen dafür, dass der Wolf nicht gerade sein Busen-Freund ist. Von seinen 13 bisher im Bundestag gehaltenen Reden, beschäftigten sich alleine drei mit dem Wolf. Dem will der Karlheinz nämlich den Garaus machen. Sein kostengünstiger Vorschlag dazu, den er freimütig auch im Bundestag verkündet:  Eine Kugel für 2,50 Euro. Jetzt hat sich Busen auf einer Landwirte- Wahlveranstaltung in Ahaus-Wüllen als Schweinemissversteher geoutet.  Zum Erstaunen der Anwesenden verkündete er mutig: "Massentierhaltung gibt es für mich nicht. Dem Tier ist es egal, ob da zehn oder 1000 stehen.“ (BZ) Da fragt man sich doch: Woher weiß der Karlheinz das so genau? Allein olfaktorisch kann er es mit keinem Schwein aufnehmen. Ein Schwein hat mehr Riechzellen im Rüssel als der für seine gute Nase bekannte Hund. ...

Isegrim wütet in Borken

Der Wolf scheint auf seinem Weg in die münsterländischen Innenstädte nicht mehr aufzuhalten zu sein. Jetzt hat er sich die Marktplatz-Schafe? in Borken vorgenommen.  Sie weisen deutliche Rissspuren auf. Einige mussen neue Ohren? bekommen. Familie Isegrim migrierte aus Richtung Osten kommend (die Schnauze voll?) zu uns in den Westen. In Raesfeld und Umgebung ist sie bereits heimisch. Während man sich in Wulfen tierisch über die Rückkehr der Urhunde freut, hält sich die Begeisterung der Schafzüchter zwischen Schermbeck und Raesfeld darüber in Grenzen. Das Schaf steht nämlich auf Isegrims Speiseplan. In Borken hatte man bisher aber keine Angst vor dem bösen Wolf. Und dachte, dass man die zum Grasen auf dem Marktplatz abgestellten Schafe? nicht einzäunen müsse, da sich Gloria und ihre Artgenossen höchstens die Zähne daran ausbeißen würden.