Direkt zum Hauptbereich

Posts

Die Plus-Volksbank

In Burlo ist die Volksbank umgezogen. Ins ehemalige Café Rosengarten. Erkennbar ist das an einem schrillen orangefarbenen Bauteil, das man zuerst für einen Hinweis auf eine Plus-Filiale halten könnte. Optisch sehr auffallend und damit für das Projekt "Rosengarten" architektonisch eine Katastrophe. Doch was solls!  Die Volksbank bringt endlich jene Miete, die Planer und Eigentümer Günter Kohlruss mit dem Café nicht erzielen konnte. Weniger Freude dürften die Rosengärtner, die Bewohner der Anlage, haben. Dabei ist die Verschandelung des Gebäudes nur ein Ärgernis. Ein Plus gibt es beim Türenschlagen zur Nachtzeit, bei Parkproblemen und durch zusätzlichen Verkehrslärm. Auch das Risiko einer Sprengung des Geldautomaten durch Bankräuber vermehrt die Besorgnisse der Anwohner durch die Umnutzung. Warum bei der Umbaugenehmigung durch die Stadt niemand auf die Veränderung der Park-und Verkehrssituation geschaut hat, kann wohl nur Günter Kohlruss erklären. Er sitzt für die ...

"Irgendwie"

Was die deutsche Nationalmannschaft derzeit spielt, ist nicht das Schwarzrotgelbe vom Ei. In der Fifa-Weltrangliste stehen wir zurecht nur noch auf Platz 14. Unser "Irgendwie"-Bundesjogi scheint mit seinem Badner-Latein am Ende zu sein. Die Abwehr ist löchrig wie Schweizer Käse und im Mittelfeld kommt es häufig zu Ballverlusten.  So wird das nichts. Löws "Irgendwie-au" Erklärungen helfen nicht weiter. Seine Gesichtszüge entgleiten ihm immer mehr.  Wenn das deutsche Team erfolgreich war, dann mit einer stabilen Abwehr und mit Spielern, die auf dem Platz Ansagen machen. Auf Hummels und Müller in der Nationalmannschaft zu verzichten, ist fahrlässig. Jogi Löw sollte endlich "irgendwie" seinen nicht vorhandenen Hut nehmen. (Siehe auch Möckafritze "Kein Wunder von Watutinki" und "Mit Tiki-Taka nach Taka-Tuka")

Make Ebbing Great

Wer die Plakate der UWG zur Kommunalwahl gesehen hat, der ahnte schon: hier sollte Großes erreicht werden. Brigitte Ebbing immer voll im Bild. Im Hintergrund, leicht verschwommen, irgendwelche UWG-Kandidaten. Der Plan: Brigitte größer machen als sie ist. Brigitte, das Gesicht der UWG, ohne die in Borken nichts geht. Geht aber doch. Die Ebbing-Kampagne war ein Schuss in den Ofen. Die UWG schaffte ihr angestrebtes Ziel, zweitstärkste Kraft in Borken zu werden, wieder nicht. Vielmehr fiel sie nach geringen Verlusten noch hinter die Grünen auf den vierten Platz zurück. Brigitte Ebbing, die Frontfrau der UWG, die UWG-Vorsitzende der Wählergemeinschaft auf Kreisebene, die UWG-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, die UWG-Schriftführerin auf Ortsebene, das UWG-Kreistagsmitglied, sie war gescheitert. Stellte sich die Frage: Wie könnte es die UWG-Pöstchensammlerin dennoch schaffen, stellvertretende Bürgermeisterin zu werden? Über eine gemeinsame Listenverbindung der Oppositionsparteien, wie von der...

Überirdisch

Wenn schon nicht der Stadtrat, dann hat wenigstens der Himmel ein Einsehen und verhindert die Pläne von Investor Stephan Schmidt für einen brachialen Neubau an der Remi-Kirche.  Haben Architekt, Investor und die Mehrheit der Stadtverordneten schon auf die Einhaltung der Gestaltungssatzung gepfiffen, so stellen die besonderen historischen Gegebenheiten um Remigius herum jetzt weitere Hürden für das Bauprojekt dar. Oberirdisch würde das von Frank Richter (CDU) geforderte laute, stadtbildprägende Gebäude nicht zum vorhandenen Gebäudeensemble passen.  Unterirdisch zerstört der Bau historisch bedeutsame Borkener Denkmäler. Das Gebiet ist „ein wichtiges archäologisches Quellenarchiv, dessen Auswertung neue und weitergehende Erkenntnisse zur Entwicklung Borkens vermittelt, die auf keinem anderen Weg gewonnen werden können“. (BZ) Das Bauvorhabens muss daher "durchgängig" von Archäologen begleitet werden. Die nicht unerheblichen Kosten hat der Verursacher, der Bauherr zu tragen. W...

"Nachher erschießen ..."

Christian Lüth, kürzlich noch Pressesprecher von Alexander Gauland, hat der Öffentlichkeit unfreiwillig die simplen AfD-Überlegungen zur Machtergreifung mit anschließender Beseitigung von Migranten offenbart. In einem Gespräch mit der Influencerin Lisa Licentia, das von einem Jounalisten von ProSieben heimlich mitgeschnitten wurde, äußerte er sich folgendermaßen: " Je schlechter es Deutschland geht, desto besser für die AfD (…) Wenn jetzt alles gut laufen würde (…), dann wäre die AfD bei drei Prozent. Wollen wir nicht. Deshalb müssen wir uns eine Taktik überlegen."  Dies klinge so, als ob es in seinem Interesse läge, dass noch mehr Migranten kämen? Lüths Antwort:  "Ja. Weil dann geht es der AfD besser. Wir können die nachher immer noch alle erschießen. Das ist überhaupt kein Thema. Oder vergasen, oder wie du willst. Mir egal!" In Borken haben 466 Wähler für die AfD gestimmt. 466 Borkener, denen bewusst sein musste, wofür die Kandidaten der AfD politisch stehen. Mehr...

"Mal sehen ..."

Die Kommunalwahl ist gelaufen.  Zufriedenheit bei der CDU, sie hat ihre absolute Mehrheit - warum auch immer -  behalten.  Die Grünen haben sich verbessert und einen Sitz hinzugewonnen.  Kann man eine Partei, die unter fünf Prozent geblieben ist, als Wahlsieger bezeichnen? Die FDP ist mit vier Prozent und zwei Sitzen jedenfalls wieder im Stadtrat von Borken. Wie lange halten es die Liberalen wohl diesmal miteinander aus? Die AfD ist auch dabei. Ihr haben insgesamt 466 Stimmen gegen unsere Demokratie gereicht, um einen braunen Sitz zu ergattern.  Die UWG hat ihr Dauerwahlziel, in Borken zweitstärkste Kraft zu werden, wieder einmal verfehlt und ist jetzt, nach geringen Verlusten, nur noch viertstärkste Kraft. Eine knallharte Analyse zu den niederschmetternden Verlusten ist hingegen auf Seiten der SPD angesagt. Wie soll es jetzt weitergehen? Einen interessanten Beitrag dazu hat bereits SPD-Frau Evegret Kindermann geliefert. Ihr Vorschlag für die weitere Arbeit im S...

Burloer CDU-Klüngel

Wer in Burlo Ortsvorsteher wird, entscheidet seit Kriegsende die CDU in Borken. Ausschlaggebend für die Wahl im Stadtrat von Borken sind weniger Qualifikation oder Engagement der Person für Burlo, sondern ihr verwandtschaftliches Verhältnis zu Orts-CDU Größen.  Als vor Jahren nach Jahren des Stillstandes in Burlo Aloys Fasselt als Nachfolger des regen Werner Melis seines Amtes als Ortsvorsteher überdrüssig war, folgte ihm sein Schwager Alfons Finke. Der war erst kurz zuvor in die CDU eingetreten. Die Geschichte wiederholt sich jetzt.  Alfons Finke tritt ab und soll sein Amt an Maria Schulte übergeben, die Freundin des Vaters des CDU-Ortsvorsitzenden Holger Wüstnienhaus. Über die politischen Absichten der Dame ist nichts bekannt. Offenbar scheint die Orts-CDU der Meinung zu sein, das wird in Burlo schon niemanden interessieren, gewählt wird doch sowieso (wieso eigentlich) immer die CDU. Die Wahl von Maria Schulte aus dem CDU-Klüngel ist in dem Falle besiegelt. Und Burlo wird we...

Eine Stimme für die AfD ist eine gegen unsere Demokratie

Die AfD will die liberale Demokratie abschaffen.  Björn Höcke hat die "Trockenlegung der Zivilgesellschaft" gefordert und politische Gegner als "geisteskrank" bezeichnet. So reden und handeln Nazis, wenn man sie nicht daran hindert. Wer heute noch AFD wählt, der kann für sich nicht in Anspruch nehmen, lediglich seinen Protest den etablierten Parteien gegenüber zum Ausdruck bringen zu wollen. AfD-Wähler wählen Faschisten. AfD-Landessprecher Rüdiger Lucassen hat jetzt in Borken die Corona-Demo vom Wochenende in Berlin,  bei der es zu einem Ansturm von Faschisten auf den Reichstag kam, als "Friedensfest" bezeichnet. Damit bringt er seine Verachtung unserer freiheitlichen Demokratie gegenüber zum Ausdruck. Wer wie die zentralen Figuren der AFD Auschwitz und die Judenverfolgung im Nationalsozialismus für einen Vogelschiss hält, macht sich schuldig an aktuellen Opfern rechter Gewalt.  Wer solche Parteien wählt, macht sich mitschuldig.

CDU gibt auf

In der Auseinandersetzung um den Erhalt der Geburtshilfestation im Borkener Krankenhaus plädiert die CDU für Aufgabe.  Im Frank-Richter-CDU-Sprech formuliert: " Die Verlegung der Geburtshilfe trifft uns hart, sie steht aber nach der rationalen Entscheidung des Krankenhauses fest. Petitionen, Resolutionen und direkte Gespräche halfen nicht. Wer behauptet, man könne noch dafür „kämpfen“ oder Druck ausüben, täuscht sich und andere." (BZ) Nun weiß man nicht genau, was Richter und seine Borkener CDU versucht haben, um ihre Parteifreunde in Düsseldorf und Berlin umzustimmen. Aber viel kann es nicht gewesen sein. Gehört hat man jedenfalls   nichts davon. Aufgabe ist aber keine Option.  Hätte die SPD in Borken nach entsprechenden Mehrheitsbeschlüssen ihren Widerstand aufgegeben, stände heute am Kuhm lediglich ein Parkhaus, der Stadtpark wäre untertunnelt und der Marktplatz wäre mit einem Monstergeschäftshaus zugebaut. Widerstand ist nicht zwecklos. Die Borkener wollen ihre Gebur...