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Posts

Das Borkener Sommerloch

Burlo hat eins in der Mitte und Borken hat mittendrin auch eins.   Die Rede ist von Löchern. Das von Borken ist irgendwann zu. Das Burloer so schnell nicht. "Für die Dauer der archäologischen Untersuchungen rechnen wir mit keinen wesentlichen Beeinflussungen des Geschehens auf und um den Marktplatz“, so Rolf Schulze Dinkelborg von der Stadtverwaltung am 27.9.2021 in der BZ. Im kommenden Frühjahr werde dann der neue Brunnen kommen. Nicht nur gefühlt ist seit einem Jahr die "Gute Stube" der Stadt durch Bauarbeiten blockiert. In unmittelbarer Nähe zum Janusbrunnen wird der weitere Brunnen in Form eines Fontänenfeldes zur "Hitzemilderung" errichtet. Errichtet ist dabei vielleicht der falsche Ausdruck. Denn eigentlich wird von Beginn an nur gebuddelt und nach archäologischen Grabungen jetzt tonnenschwere Technik in die Tiefen des Marktplatzes versenkt. Der Marktplatz ist seit September 2021 unbrauchbar. Viele Aktivitäten wie Krammärkte, Borken-Beach, Eis...

Ukrainekrieg: Waffen, Waffen, Waffen sind keine Lösung

Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk wirft Olaf Scholz erneut mangelnde Führungsstärke und eine Missachtung ukrainischer Interessen vor. Doch was sind das für Interessen? Er habe sich erhofft, aus der Rede von Scholz auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos herauszuhören, mit welchen ganz konkreten Schritten die Ampel die Ukraine massiv unterstützen wolle. "Leider war das eine Fehlanzeige, vor allem in Bezug auf sofortige Lieferung von schweren Waffen aus Deutschland, um die Riesenoffensive der Russen im Donbass zu ersticken". "Militärisch wird die Ukraine von Berlin schlicht und einfach im Stich gelassen«, so der Botschafter. (Spon) Ein entscheidender militärischer Sieg der Ukraine über Russland, bei dem die Ukraine das gesamte Territorium zurückerobert, das Russland seit 2014 erobert hat, ist kein realistisches Ziel. Putin wird keinen Rückzieher machen.   Die Ukrainer sind diejenigen, die weiter  kämpfen, sterben und ihre Häuse verlieren. Wolodymyr Selensky ...

Anthura: Das Märchen von der Unverhinderbarkeit

CDU-Mehrheit und Stadtverwaltung behaupten immer wieder, die Erweiterung von "Anthura Arndt" in Burdarp sei nicht zu verhindern. Gärtnereien seien im Außenbereich zulässig und "Anthura Arndt" den rechtlichen Bestimmungen nach ein Betrieb, welcher der gartenbaulichen Erzeugung diene. Zu verhindern wäre die weitere Ausdehnung aber dennoch. Immerhin benötigt die Firma für den Zuwachs eine städtische Wegefläche, die Mittbrake. Ohne den städtischen Verzicht auf diese Fläche wäre die angestrebte Erweiterung nicht möglich. Dazu muss der Rat einem Teileinziehungsverfahren zustimmen, an dessen Ende die Mittbrake als Wegefläche eingezogen würde. Die Stadt Borken muss entscheiden, ob sie bereit ist, auf die in ihrem Eigentum stehende Wegefläche zu verzichten, um die Expansion überhaupt zu ermöglichen. Der Burloer Anthura-Gigantismus ist also durchaus zu verhindern. Rat und Verwaltung müssen es nur wollen.

Marktplatzgestaltung: Geld schlägt Konzept

Dem Borkener Marktplatz droht gestalterisch eine Verschlimmbesserung. Hinter dem Arbeitstitel der Verwaltung "Verbesserung der Innenstadt-Qualitäten" verbirgt sich für Borkens Wohnzimmer reichlich Unausgegorenes. Hier die stilisierte Schafsweide mit den traurigen, vor sich hin morschenden Holzschafen, dort der in die Jahre gekommene Janusbrunnen, hier das Fontänenfeld, hier, da und dort noch ein paar Spielgeräte ("Spielpunkte", Türme, Karussells usw.), hier und da eine Bank (25 insgesamt), etwas mobiles Grün (20 "Kübel") und, "darf's noch etwas mehr sein?", noch ein paar Kunstobjekte und, und, und. Der Borkener Marktplatz wird zu einer Abstellfläche für eine fragwürdige Mixtur von Möblierungselementen. Und warum?  Weil man es sich leisten kann. Weil Zuschüsse reichlich fließen. Nicht etwa, weil es ein wirkliches Konzept dafür gäbe. Das fehlt vollständig.  Aus dem Fördertopf des Landes zur Stärkung der Innenstädte erhält die Stadt Borken 410.0...

CDU Reken mobbt Dreischenkemper

In einem Antrag an den Rat der Gemeinde Reken unternimmt die CDU den Versuch, Hermann Dreischenkemper von den Grünen mundtot zu machen.   Im Antrag heißt es: "Leider häufen sich die Vorfälle des ungebührlichen Verhaltens in Sitzungen des Gemeinderates und seiner Ausschüsse –  zumeist aus Reihen einer Fraktion.  Die Geschäftsordnung sollte insofern konkretisiert und weiterentwickelt werden und Instrumente zur Sanktion bereithalten." Die CDU fordert, in die Geschäftsordnung des Rates aufzunehmen:  "1. Persönliche Angriffe, Beleidigungen und verfassungsrechtlich bedenkliche oder diskriminierende Äußerungen sind vom Bürgermeister/-in unverzüglich zu rügen. 2. Verstößt ein Ratsmitglied gegen die Bestimmungen der Geschäftsordnung, so kann der Ratsvorsitzende das Ratsmitglied unter Nennung des Namens „zur Ordnung“, falls es vom Beratungsgegenstand abschweift, „zur Sache“ rufen." Außerdem soll ein Ratsmitglied durch Beschluss des Rates für eine oder mehrere Sitzungen...

Hase oder Igel

Im vorösterlichen Hase und Igel Wettkampf der Stadt mit dem Bauinvestor Sebastian Zielinski (SZ Bau GmbH) hat dieser die Igelnase vorn. Dreiundsiebzigmal laufen Hase und Igel um die Wette, aber jedes Mal ist der Igel schon im Ziel, wenn der Hase ankommt.  So ähnlich ergeht es den Stadtvorderen derzeit im Umgang mit Borkens aktivstem Bauunternehmer. „Ick bau all hier! “. Jedes Filetgrundstück, das in Borken zu haben ist, weckt Zielinskis Kaufinteresse. Lindenhof und Bowlingcenter, auch die ehemalige Volksbank in Burlo hat er schon, jetzt will er sich das städtebaulich interessante Grundstück an der Heidener Straße einverleiben. Die Traditions-Gaststätte "Sicking" an der Raesfelder Straße konnte im letzten Moment durch Erlass einer Veränderungssperre und Dank der Initiative einer Gruppe von Borkener Unternehmern seinem Zugriff entzogen werden. An der Heidener Straße soll Zielinski das nicht passieren. Also schnell Bäume weg und Fakten schaffen.  Bisher haben Verwaltung und Poli...

Anthura Gigantismus in Burlo

Es ist zu befürchten, dass Burlo in den nächsten Jahren die europäische Hauptstadt der Pflanzen mit den hodenförmigen Wurzelknollen wird, der Orchideen (von griechisch  orchis 'Hoden' ). Die Firma "Anthura Arndt" will weiter wachsen, obwohl die Flächenausdehnung des Orchideenproduzenten schon jetzt bedrohliche Ausmaße annimmt - wie bei Google Earth zu sehen ist.  Borkener Verwaltung und CDU wollen den Gigantismus jedoch nicht stoppen. Sie verweisen auf das Baurecht, wonach "Anthura" eine Gärtnerei und damit im Außenbereich zu genehmigen sei. Das ist lächerlich. Eine Gärtnerei ist "Anthura Arndt" sicher nicht. Gärtnerbetriebe nutzten den Boden auf dem sie stehen zur Anzucht von Pflanzen, die als Endprodukt verkauft werden. "Anthura" nutzt den Produktionfaktor Boden lediglich als Aufstellfläche für Gewächshäuser zur Herstellung eines Zwischenproduktes. Der Boden wird mit Gewächshäusern versiegelt, trocknet aus, das Grundwasser s...

AfD infam

Worunter leiden Menschen wie Dr. Wienand Geuking von der AfD? Realitätsverlust, fehlendem historischen Bewusstsein, mangelndem Selbstwertgefühl und Infamie? Wer wie Dr. Geuking die "Aktion für Demokratie" gestern auf dem Marktplatz mit Veranstaltungen vergleicht „bei denen die Mitglieder der Staatspartei fähnchenschwenkend ihren Führern zujubeln“, (BZ) der will böswillig all jene verächtlich machen, die sich dafür einsetzen,  dass jemand wie er seine noch so unsinnigen Ansichten öffentlich mitteilen darf.

UWG und FDP lehnen Demo für Demokratie ab

An der für den 1. Februar geplanten Demo für Demokratie in Borken wollen Brigitte Ebbings UWG und Niklas Wolters FDP nicht teilnehmen.  Begründung: Spaziergänge durch Borkens Innenstadt sind Ausdruck demokratischer Kultur.  Wer "spazieren" geht, so eine Corona leugnende Leserbriefschreiberin in der BZ, will mit dieser "ergötzlichen Methode die Freiheit feiern, freie Luft atmen und frei kommunizieren". "Der Spaziergang hat seine Unschuld verloren", so unser Bundespräsident zu den von Coronaleugnern, Verschwörungserzählern und Rechtsradikalen gemeinsam organisierten "Spaziergängen" Auch Ebbing und Wolter sind gerade dabei, ihre Unschuld zu verlieren.  Wer meint, unsere Demokratie in diesen Zeiten nicht verteidigen zu müssen, will die Gefahr nicht sehen oder ist offenbar bereit, sie in die Hände ihrer Feinde zu legen. Wie sagte Alexander Gauland (AfD) nach der Bundestagswahl 2017: "Wir werden sie jagen. Wir werden uns unser Land und unser Vol...